• Heuriger Gabriela Nagl
  • Wienerstraße 41, 3433 Königstetten
  • 02273 73 43 / 0676 377 93 38

Weinbau

Wir bewirtschaften 3 Hektar Rebfläche in der reizvollen Landschaft des Biosphärenparks Wienerwald.

Hier an den Abhängen zum Tullnerfeld findet sich ein besonderes Kleinklima: Die regulierende Wirkung der Donau im interessanten Wechselspiel mit der Kühle des Wienerwaldes lassen uns aus den handgelesenen Trauben frische und fruchtige Weine keltern.

Abwechslungsreiche Böden wie Sandstein, Flysch oder lehmiger Löss an den Abhängen des Tulbinger Kogels geben den Wurzeln unserer Rebstöcke Halt.

Als Ausdruck unserer Verbundenheit mit der Region sind auf unseren Weinetiketten Orchideen „stilisiert“ eingebunden, die hier auf den Wiesen und in den Gebüschsäumen gedeihen und die Einzigartigkeit unserer Heimat unterstreichen.

Unsere Weingärten befinden sich in den Rieden „Rohren“ und „Frauenleiten“, 20 km westlich von Wien, in der Kleinregion Fragnerland, dem Weinbaugebiet Wagram.

Auf 3 ha Rebfläche hegen und pflegen wir nützlingsschonend folgende Sorten:

  • Grüner Veltliner
  • Frühroter Veltliner
  • Rivaner
  • Rheinriesling
  • Welschriesling
  • Gelber Muskateller
  • Blauer Portugieser
  • Blauburger
  • Sankt Laurent

Wir verpflichten uns seit 1995 nach den Regeln des KIP (Kontrollierte Integrierte Produktion) zu arbeiten. Eine umweltgerechte, nützlingsschonende Pflege der Weingärten und ausgewählter Pflanzenschutz sind die Grundlage. Sorgfältige Laubarbeit und Ertragsregulierung führen zu hoher Qualität der Trauben, die im Herbst von Hand gelesen werden. Durch ständige Weiterbildung sind wir bemüht, neue Erkenntnisse umzusetzen die Persönlichkeit der einzelnen Rebsorten bestmöglich zu entfalten und die Qualität der Traube auch in die Flasche zu bringen.


Weißwein

Unsere Hauptrebsorte ist zweifelsohne der Grüne Veltliner (gepflanzt 1980), gefolgt vom Welschriesling (gepflanzt 1997) und Riesling (gepflanzt 2002).

Der Riesling ist der erste Weingarten in der Riede „Rohren“, deshalb der Name „Rohren 1“, auch wird aus ihm unser Fizzante „Don Rolando“ hergestellt. Der gelbe Muskateller bereichert unseren „Jungen Hupfa“, der als Jungwein bereits beim November-Heurigen verkostet werden kann.


Rotwein

Unsere klassische Rotweintraube ist der Blauburger, eine Kreuzung von Blauem Portugieser und Blaufränkisch. Lange Zeit im kleinen Eichenfass ausgebaut, hat der Klassiker des Blauburger Barrique nun einen Nachfolger gefunden. Den Blauburger „Teufelsgfriess“.

Unser Sankt Laurent erfreut uns mit einem Bukett nach Zartbitterschokolade.

Als leichter Tischwein ist der Blaue Portugieser, ebenfalls eine bodenständige Sorte des österreichischen Weinbaus. Alternierend keltern wir den Portugieser als Rotwein oder als Rosé.

Da unsere Reben im Fragnerland, einem Teil des Biosphärenparks Wienerwald kultiviert sind, tragen unsere Rotweine zum Teil Namen der Orchideen, die in den Gebüschsäumen der Wienerwaldabhänge vorkommen: Kaminfeger, Riemenzunge und Teufelsgfriess.


Geschichte

Die Grundlage für den Weinbau in unserem Ort legten die Klöster im Mittelalter, da sie auf ihren Besitzungen Weingärten anlegten. Diese Weingärten wurden an Winzer verliehen, die dafür ein Bergrecht zu entrichten hatten und Plankengeld bezahlen mussten.

Aus einem Verzeichnis des Jahres 1673 geht hervor, dass damals in Königstetten neben Greifenstein und Tulbing die besten Weine im „Viertel ob Wienerwald“ wuchsen.

Die Reblaus-Katastrophe um 1890 vernichtete viele Weinkulturen. Viele Hauer stiegen auf den Ribiselbau um. Erst in den letzten 30 Jahren gewann der Weinbau in Königstetten wieder Bedeutung.